Donnerstag, 01 Oktober 2026

Trauer um Willi Höfken

Der ehemalige NWJV- und DJB-Präsident verstarb in der Nacht zum 01.10.26 im Kreis seiner Familie.

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Willi Höfken, einer herausragenden Persönlichkeit des deutschen Judosports.

Willi hat den Judo-Sport in Nordrhein-Westfalen über viele Jahrzehnte begleitet, geprägt und mit großem persönlichem Engagement vorangebracht. Seine Wurzeln lagen auf der Matte: Als Trainer und Judoka des PSV Recklinghausen sammelte er früh Erfahrungen, die später auch seine Arbeit im Verband entscheidend beeinflussten.

Aus dem aktiven Vereinsleben führte sein Weg in verantwortungsvolle Funktionen des Judo-Verbandes. Als Höhepunkt seines Engagements als Präsident des Nordrhein-Westfälischen Judo-Verbandes von 1987 bis 1999 setzte er sich mit großer Leidenschaft für die Entwicklung des Judosports in Nordrhein-Westfalen ein. Darüber hinaus übernahm er Verantwortung auf nationaler und internationaler Ebene. Er war von 1992 bis 1996 Präsident des Deutschen Judo-Bundes und später auch von 1996 bis zum Jahr 2000 Vizepräsident der Europäischen Judo-Union. Für seine Verbandsarbeit wurde er mit der Ehrenpräsidentschaft im NWJV und der Ehrenmitgliedschaft im DJB geehrt.

Dabei war Willi Höfken weit mehr als ein Funktionär. Für ihn standen die Menschen im Mittelpunkt: die Sportlerinnen und Sportler, Trainer, ehrenamtlich Tätigen und Vereine, die den Judosport mit Leben erfüllten. Seine langjährige Erfahrung, seine Verbundenheit mit dem Judo und sein Einsatz für die Weiterentwicklung des Sports machten ihn zu einem wichtigen Wegbegleiter vieler Generationen.

Für seine außergewöhnlichen Verdienste wurde Willi Höfken im Jahr 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Diese Ehrung steht stellvertretend für sein jahrzehntelanges Engagement und seinen Einsatz über den unmittelbaren Vereins- und Verbandsbereich hinaus.

Viele Judoka werden sich nicht nur an seine Funktionen und Leistungen erinnern, sondern vor allem an den Menschen Willi Höfken: an seine Verbundenheit mit dem Judo, seine Art und die Spuren, die er im deutschen Judosport hinterlassen hat.

Sein Wirken wird in den Vereinen, im Verband und bei den Menschen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben, weiterleben.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm verbunden waren.

Wir verneigen uns vor einem großen Wegbereiter des Judosports und werden Willi in dankbarer Erinnerung behalten.

Wilfried Marx
Präsident des NWDK