Mittwoch, 24 Juni 2026

Schweißtreibende Modulgraduierung in Dülmen

Hohe Temperaturen als zusätzliche Erschwernis im Kata-Stützpunkt.

 

Der Landes-Kata-Stützpunkt in Dülmen wurde am Freitag, den 19. Juni 2026, zum Schauplatz einer ganz besonderen Herausforderung für die Judoka. Neben den ohnehin hohen technischen und mentalen Anforderungen, die eine Dan-Modulgraduierung mit sich bringt, verlangte das Wetter den Aktiven diesmal alles ab. Bei hochsommerlichen Temperaturen verwandelte sich die Halle rasch in ein spürbares Treibhaus.
Die extreme körperliche Anstrengung war allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern von der ersten Minute an deutlich anzusehen. Unter den Augen der Prüfer mussten die geforderten Bewegungsformen und Prinzipien der Kata trotz allem präzise und dynamisch demonstriert werden – eine Aufgabe, die unter diesen klimatischen Bedingungen ein Höchstmaß an Willenskraft, Kondition und Konzentration erforderte.

Faire Bewertung durch das Prüfergremium
Die außergewöhnliche Belastung und die sichtbaren Erschöpfungsphasen wurden von Prüfungsleitung und Prüfern sehr wohl registriert und flossen differenziert sowie mit dem nötigen Fingerspitzengefühl in die Bewertung ein.
Bei allem Respekt vor der physischen Leistung der Aktiven blieb der hohe technische Qualitätsanspruch der Graduierungsordnung ungemindert bestehen.
Dies führte leider auch dazu, dass der Tag nicht für alle Prüflinge mit dem erhofften Erfolg endete. Für den einen oder anderen Judoka reichte es am Ende eines langen, kräfteraubenden Abends nicht ganz aus, um die Kriterien in allen beantragten Modulen vollends zu erfüllen. Hier fehlte in den entscheidenden Momenten das letzte Quäntchen Konzentration. 
Dennoch nahmen auch diese Athleten wertvolle Erkenntnisse für die nächste Vorbereitungsphase mit.
Verdienter Lohn und neue Dangrade
Für drei sichtlich erschöpfte, aber sehr zufriedene Judoka war die Hitzeschlacht von Erfolg gekrönt. Sie meisterten alle Hürden und konnten am Ende die Urkunde zum nächsten Dan-Grad entgegennehmen. Vor der Heimreise stand für das Trio jedoch das wichtigste Ritual des Tages an: eine wohlverdiente, ausgiebige kühle Dusche.

Die neuen Graduierungen im Überblick:
• 1. Dan: Silke Buß, Dominik Wildermuth
• 2. Dan: Dirk Herrmann

Prüfer: obias Kauch, 5. Dan, Hans Urban, 5. Dan

Herzlichen Glückwunsch an die erfolgreichen Prüflinge zu dieser starken Leistung unter extremen Bedingungen