Kata von früh bis spät!
Landes-Katameisterschaft 2026 in Dülmen.
Am 10. Mai fand im beschaulichen Tiberstädtchen Dülmen die diesjährige Landesmeisterschaft
für Kata kombiniert mit der Meisterschaft der ID Judoka statt.
Die DJK Dülmen hat zusammen mit dem Landesleistungsstützpunkt Dülmen die
Meisterschaften ausgerichtet und für eine tolle Atmosphäre gesorgt. Die Cafeteria bot süßes und herzhaftes für die Gaumen der Teilnehmenden. Eine eigene, abgeschlossene Judohalle konnte als Aufwärmbereich genutzt werden. Auch die Wettkampfhalle, mit verschiedenen
Motiven geschmückt (u.a. Kano Jigoro), bot beste Voraussetzungen für hochklassigen Judosport.
Eröffnet wurde die Meisterschaft mit Grußworten des Präsidenten der DJK Dülmen Jürgen Holtkamp sowie des Bürgermeisters Carsten Hövekamp, selbst Träger des 8.Kyu (verliehen bei der Eröffnung des Stützpunktes 2022). Dieser betonte, welchen hohen Stellenwert Judo in
Dülmen seit Jahren hat. Dies zeige sich nicht zuletzt in der Vergabe eines Leistungsstützpunktes in die Tiberstadt.
Andreas Klimaschewski vom Ausrichter DJK Dülmen wandte sich dann noch mit ein paar aufmunternden Worten an die Teilnehmenden, bevor nach der Vorstellung der Wertungsrichter durch Vizepräsident Jose Pereira die Meisterschaft beginnen konnte.
Schon fast traditionell begannen die ID Judoka mit ihren Darbietungen. Leider hatten nur drei Paare (1x Nage No Kata, 2x Katame No Kata) gemeldet, so dass die Konkurrenz überschaubar war. Die Gebrüder Brancatello wurden Landesmeister in der Nage No Kata, Torben van Kneten und Lukas Ehresmann in der Katame No Kata.
Dann stand die Katame No Kata an, mit sechs Paaren das größte Teilnehmerfeld. Hier konnten sich Jill Okoroafor und Verena Aßmuth durchsetzen.
In der Nage No Kata U18 standen sich zwei Paare gegenüber mit dem besseren Ende für Amelie Hühner und Anastasia Lewen vor Emilia Rieger und Anna Lückmann.
In der Kime No Kata traten ebenfalls zwei Paare an. Hier gewannen die etablierten Kadermitglieder Dieter Degenhardt und Stefan vor Udo und Nadine Fänger.
In der Kodokan Goshin Jutsu trat nur ein Paar an, so dass sich Leah Pauluhn und Fabian Grunau „wie von Geisterhand“ auf dem obersten Treppchen wiederfanden.
Die Juno Kata allerdings war mit 5 Paaren wieder gut besetzt. Den Sieg fuhr das Kölner Duo Uwe Jens Spielmann und Marcel Brunsfeld ein. Den Lokalmatadorinnen Johanna Intemann und Theresa Kleine Hohmann blieb nur der Silberrang.
Immerhin drei Paare hatten sich für die Nage No Kata der Senioren entschieden. Auf den ersten Platz kamen überlegen Elisa Plattfaut und Jamie den Ridder, immerhin Vizeeuropameister 2025. Bemerkenswert erscheinen hier die anderen beiden Paare. Marlene Keller und Lisa Urfei (2. Platz) sind neu in der Szene, aber mit Thomas Graziano und Niklas Honstein haben sich zwei Gelbgurte an diese schwere Aufgabe getraut und sie gemeistert. Auch in anderen Kata waren Judoka mit „helleren“ Gürteln zu sehen. Marina Essmann (Tori) und Matthias Littmann (Uke) tragen den gelb-orangenen Gürtel und überzeugten mit ihren Partnerinnen in der Juno Kata.
Zu guter Letzt stand noch die erstmalig ausgetragene Itsutsu No Kata auf dem Veranstaltungsplan. Hier stellten sich drei Paare den Augen der Wertungsrichter. Durchsetzen konnte sich das (Ehe-)Paar Udo und Nadine Fänger vor Leah Pauluhn und Fabian Grunau. Auf den dritten Platz kamen Wiebke Behrendt und Megan Balint vom TUS Bothfeld aus Hannover.
Drei Teilnehmende haben die Meisterschaft genutzt, um das Graduierungsmodul Kata
erfolgreich prüfen zu lassen.
Wir gratulieren: Sean Andruhn, Frank Bentlage und Daniela Göbel.
Als Wertungsrichter haben fungiert: Birgit Andruhn, Rainer Andruhn, Sebastian Bergmann, Volker Degenhardt und Hans Urban
Persönliches Fazit:
Auf der einen Seite haben wir etablierte Judoka gesehen, die nichts haben anbrennen lassen. Allerdings waren von diesen auch nicht alle dabei. Auf der anderen Seite zeigte sich, dass Newcomer, auch mit niedrigen Graduierungen solide Leistungen abliefern. Hier sind die
Katastützpunkte gefragt den Nachwuchs weiter auszubilden und auf Meisterschaften vorzubereiten (Allein der Stützpunkt aus Dülmen war mit 12 Athlet*innen vertreten). Leider besteht immer noch der große Irrglaube in der Judobubble, das Kata nur etwas sei, was man
zwingend (oft widerwillig) für den nächsthöheren Dangrad zu absolvieren habe. Mit diesem Missverständnis muss dringend aufgeräumt werden, wenn NRW in Deutschland wieder eine vordere Rolle im Katawettkampf spielen will. Dazu ist die Struktur von Leistungsstützpunkten unabdingbar.
Ergebnisse:
ID Nage No Kata
1. Guiseppe & Arcangelo Brancatello
ID Katame No Kata
1. Torben van Kneten & Lukas Ehresmann
2. Julia Wardemann & Marina Möhner
Nage No Kata U18
1. Amelie Hübner & Anastasia Lewen
2. Emilia Rieger & Anna Lückmann
Nage No Kata
1. Elisa Plattfaut & Jamie den Ridder
2. Marlene Keller & Lisa Urfei
3. Thomas Graziano & Niklas Honstein
Katame No Kata
1. Jill Okoroafor & Verena Aßmuth
2. Frank Bentlage & Sean Andruhn
3. Sean Andruhn & Frank Bentlage
4. Marcel Brunsfeld & Uwe-Jens Spielmann
5. Sharujan Chandramohan & Stefan Rieger
6. Stella Großkreuz & Pia Benzigül
Kime No Kata
1. Dieter Degenhardt & Stefan Horn
2. Udo & Nadine Fänger
Goshin Jutsu
1. Leah Pauluhn & Fabian Grunau
Juno Kata
1. Jens-Uwe Spielmann & Marcel Brunsfeld
2. Johanna Intemann & Theresa Kleine Hohmann
3. Megan Balint & Wiebke Behrendt
4. Daniela Göbel & Matthias Littmann
5. Marina Eßmann & Anna Niewind
Itsutsu No Kata
1. Udo & Nadine Fänger
2. Leah Pauluhn & Fabian Grunau
3. Wiebke Behrendt & Megan Balint
Alle Fotos hier
Text: Hans Urban
Fotos: Jan Vahrenhold und Patrick LückmannErgebnisse:
- Kategorie: : NWDK, Kata-Meister, Kata