18
August
2013

Ferienspaß beim Kata-Lehrgang

Kata hat nicht viel mit Judo zu tun und ist noch langweilig dazu? Dass diese Aussage nicht der Wahrheit entspricht, wurde beim zweitägigen Kata-Lehrgang in Marl mit Sensei Yamamoto bewiesen.

Durch den Lehrgang hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Techniken der Koshiki-no-kata und Isutsu-no-kata kennen zu lernen oder auch ihre vorhandenen Kenntnisse zu vertiefen. Zu vielen Techniken sowie zu Kata allgemein erfuhren die Judoka den geschichtlichen Hintergrund. Obendrein bekam die Gruppe Hinweise zu Knackpunkten und auch der ein oder andere Kniff, der in keinem Lehrbuch drin steht wurde vom japanischen Lehrgangsleiter verraten. Durch den Tod von Dieter Born fehlte nicht nur ein großer Kata-Experte, sondern auch ein kundiger Übersetzer. Yamamoto bedauerte das Fehlen von Born zutiefst. Die Verständigung lief dann über das Französische, was eine Teilnehmerin übersetzte.
Sensei Yamamoto ließ es sich natürlich nicht nehmen, jede Technik selbst vorzustellen. Aber auch die Teilnehmer durften, nachdem sie die Technik eifrig geübt hatten, diese der Gruppe vorstellen. So konnte man am besten die Schwierigkeiten aufdecken. Die Fortschritte, die die Trainierenden schon während des Lehrgangs machten waren bemerkenswert. Der Sensei wies darauf hin, dass stetiges Training das A und O zur Perfektionierung seien. Je weiter man in einer Kata käme, je besser man eine Technik verstünde, um so mehr Spaß mache eine Kata. Man erkenne ihre Ästhetik sowie ihren Nutzen. Gute zehn Jahre brauche man, um eine Kata zu beherrschen. Unterstützung fand Shiro Yamamoto-Sensei durch seine Begleitung Yokoyama-San.
Rasch vergingen die Trainigsstunden an diesen beiden. Sensei Yamamoto stattete die Kata-Enthusiasten mit gutem Rüstzeug für die jeweiligen Kata aus. Nun liegt es an jedem Einzelnen, diese Kompetenz zu verfeinern. „Das Vervollkommnen einer Kata endet nie," erklärt Sensei Yamamoto „aber genau darin liegt der Reiz."
Der NWDK-Lehrwart Kalle Bartsch zeigt sich zufrieden: „Es waren mal wieder schöne Tage. Ich bedauere allerdings, dass nicht noch mehr Danprüfer den Lehrgang besucht haben."