04
November
2013

NRW-Katapaar holt Bronze bei der Weltmeisterschaft

Erstmals seit 2008 fand die Kata-WM im Mutterland des Judo, in Japan statt. Austragungsort war die alte Kaiserstadt Kyoto.

Es hatten sich 116 Paare, diesmal aus allen fünf Kontinenten, gemeldet. Wie in der Vorschau zur WM angedeutet, waren Wolfgang Dax-Romswinkel/Ulla Loosen Medaillenkandidaten in der Ju no kata.

In der Vorrunde lief es etwas unglücklich für sie an. Sie wurden in die Gruppe mit den auch stark eingeschätzten Paaren aus Rumänien, Italien und Frankreich gelost; alle schon mal Medaillengewinner auf internationaler Ebene. Wolfgang und Ulla lieferten zwar nicht ihre Bestleistung ab, wurden aber unverständlicherweise nur dritte in ihrem Pool.
Es reichte aber für die Finalteilnahme. Hier konnten sie sich dann steigern, und verwiesen die Paare die in der Vorrunde vor ihnen gelegen hatten auf die Plätze. Lediglich die starken Japanerinnen und das spanisch Paar (aus dem anderen Vorrundenpool) wurden von den Wertungsrichtern besser bewertet.
So wurde es im Endeffekt eine bejubelte Bronzemedaille mit 4 Punkten (0,9 %) Rückstand zu Silber.

Bei der Katame no kata hatten Godula Thiemann/Jenny Goldschmidt ein sehr starkes Vorrundenpool „erwischt". Trotz einer stabilen Leistung reichte es nur zum 6. Platz. Wenn sie es in der Zukunft schaffen, die WR durch mehr Ausstrahlung für sich zu gewinnen, ist eine Finalteilnahme durchaus greifbar. Ihre Techniken sind schon jetzt auf hohem Niveau.

Das dritte NRW-Paar startete in der Kime no kata. Mit 21 Paaren war auch diese Kata stark besetzt. Jörn Sinsilewski/Volker Degenhart mussten gegen stärkste europäische und gute Weltkonkurrenz antreten. Mit ihrer bislang wohl besten Leistung auf internationalem Parkett belegten sie in ihrem Pool den undankbaren 4. Platz. Es fehlten ihnen 12 Punkte (2%) zum Platz drei und damit Finaleinzug.
Bei kontinuierlicher Trainingsarbeit ist für sie sicherlich in Zukunft eine Finalteilnahme als realistisch einzuschätzen.

Stichworte:

Kata, Meisterschaft