Kata in der Kyu-Prüfung - (Michael Holte)

Auszug aus dem Artikel „Erläuterungen des Arbeitskreises Kata des NWDK zur Aufnahme der Übungsform Kata in die neue Kyu-Prüfungsordnung“
von Michael Holte, veröffentlicht im budoka 10/2004

Anlass:

Bekanntmachung des NWDK.

Stichworte zum wesentlichen Inhalt des Artikels:
Schwerpunkte der Schulung im Kyu-Bereich, Würfe „einer Seite“, Grußzeremoniell,
Gehen.
Nachstehend gebe ich den Bericht des Arbeitskreises Kata des NWDK wieder, dessen Inhalt der NWDK-Präsident gebilligt hat; der Inhalt ist also für alle Beteiligten verbindlich. Schließlich hat mir der Arbeitskreis seinen Bericht zur Redaktion zugeleitet. Inhaltlich habe ich alles übernommen. Dort, wo es mir zur Verdeutlichung wichtig erschien, habe ich mir Kommentierungen erlaubt, die ich als solche in Kursivschrift kenntlich gemacht und die ich mit dem NWDK-Lehrwart besprochen habe.

Inhalte

Die Prüflinge zum 3.Kyu-Grad müssen die Gruppe Koshi-waza, die zum 2.Kyu-Grad die Gruppe Ashi-waza und die Prüflinge zum 1.Kyu-Grad die Gruppe Te-waza zeigen. Es muss jeweils nur eine Gruppe gezeigt werden.

Die Trainer bzw. Übungsleiter sollen die Wurf-Gruppen den Prüflingen inhaltlich so vermitteln, wie dies üblicherweise bei der Vorbereitung auf Dan-Prüfungen und Kata-Meisterschaften geschieht. Das Grußzeremoniell zu Beginn und am Ende der Kata, die Techniken bzw. Prinzipien und der Bewegungsablauf sollen also im Gesamtzusammenhang gelehrt werden.

Bei der Bewertung des Ganzen dürfen Zugeständnisse eingeräumt werden. Für die Erfüllung von Anforderungen und das Zugestehen von Abweichungen soll folgendes gelten:

 

  1. Die Würfe „einer Seite“ sollen korrekt demonstriert werden. Für die Demonstration der „anderen Seite“ dürfen Abweichungen zugestanden werden, wobei aber Technik, Prinzip und Ablauf erkennbar sein müssen. Kommentierung: Die Würfe sind wie bei der Nage-no-kata üblich zuerst rechts und dann links auszuführen. Es gibt keine Präferenz für die korrekte Ausführung einer bestimmten Seite.
  2. Das Grußzeremoniell zu Beginn und am Ende der Kata soll ebenso gut erkennbar sein wie der Eröffnungsschritt, das Angreifen und das Aufstehen. Was den zeitlich/ räumlichen Ablauf der Demonstration angeht, so sollte nicht erwartet werden, dass dieser den Prüflingen bei der Prüfung auch korrekt gelingt. Im Training soll aber darauf geachtet werden, dass der korrekte zeitlich/räumliche Ablauf der Demonstration vermittelt wird.
  3. Das Gehen darf in der normalen Form erfolgen, also in der Form Ayumi-ashi. Die Füße schleifen dabei nicht; sie überholen sich in normaler Weise. Dies gilt nicht bei den Wurfausführungen. Kommentierung: Der Fuß-Nachstell-Schritt, also die Form Tsugi-ashi, wird nur bei den Wurfausführungen verlangt. Die vorderen Fußballen schleifen dabei über die Matte und die Füße überholen sich nicht. Für Toris und Ukes Gehbewegungen beim Einmarsch oder aufeinander zu darf die Form Ayumi-ashi toleriert werden.
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