04
September
2017

3. Dan für Uwe Laakmann

Die Freude beim Senshu-Hau und besonders bei Uwe Laakmann ist riesengroß. Uwe Laakmann erhielt als erster Judoka im Kreis Kleve den 3.DAN vom Nordrhein-Westfälischem Dan-Kollegium (NWDK) verliehen. Am Donnerstag trafen sich die Dan-Träger des Kreises Kleve zu einer Besprechung. Dieses Zusammentreffen war der richtige Rahmen für Wilfried Marx, Vizepräsident des NWDK, Uwe Laakmann die Urkunde zum 3. DAN zu verleihen.

Uwe Laakmann wurde an diesem Abend richtig überrascht. Er bekommt den 3.DAN für seine besonderen Verdienste im Judosport verliehen.

Der Ehrenrat folgte der Begründung des Antrages der so lautet: Wenn beim Nachwuchstraining der Ruf „Eine Reihe!“ durch die Sporthalle schallt, stehen die Kinder und Jugendlichen in wenigen Sekunden, nach Kyu-Grad sortiert, am Mattenrand. Den Respekt hat Uwe Laakmann, nach über 40 Jahren Judo, noch lange nicht verloren. Die Kinder wissen, dass vor ihnen Jemand steht, der den Judosport liebt und von dem man vieles lernen kann, auch wenn der Ton schon mal etwas ruppig ist.

Dabei fing Uwe Laakmann nicht, wie die meisten, als kleines Kind mit dem Judo an, sondern erst als Heranwachsender. Mit 16 Jahren lernte er unter Hubert Hell den Judosport kennen. Beim JC Grieth fing alles mit dem Fallen an und damals noch auf Reismatten. Unter der Anleitung von Hubert Hell entwickelte er sich zu einem guten Kämpfer. Auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene kam er regelmäßig aufs Treppchen. Angespornt von Hubert Hell und Walter Trapp wurde er zu einem Unikum in Grieth. Er kämpfte verbissen in der Oberliga und 1996 in der 1.Bundesliga. Er kämpfte außerdem für KG Bushido Nordrhein und MSV Duisburg.

Aber sein Wissen und Können wollte Uwe Laakmann nicht für sich behalten. Er erwarb den Übungsleiterschein-C und später die Jugendleiter-Lizenz für Judo. Er arbeitete immer gerne mit Kindern und Jugendlichen. Er war und ist heute noch für jeden Spaß zu haben. Zahlreiche Jugendlager trugen seine Handschrift, ob am Eyller See, am Wolfsberg oder im europäischen Ausland. 1990 legte Uwe Laakmann seine Prüfung zum 1.DAN ab. Drei Jahre später folgte die Prüfung zum 2.DAN.  Von 1997 bis 2000 war Uwe Kreis-Dan-Vorsitzender. In seiner Tätigkeit als Trainer bereitete er hunderte von Kindern auf die Kyu-Prüfungen vor. Aber nicht nur das Erreichen des nächsten Gürtels waren und sind für Uwe wichtig, sondern auch oder erst recht die erfolgreiche Teilnahme an Meisterschaften. Mit Jessica Düring, Tina Schapp, Andreas Wachowitz, Jennifer Kramer und Maren Bormann gingen Uwes KämpferInnen zur Deutschen Einzelmeisterschaften. Zur Westdeutschen Meisterschaft kamen Björn Kulb, Salvatore Bertino, Andreas Zenders, Esther Lang, Markus Kramer, Erwin Rotärmel, Ina Verfürth, Raya Borrmann, Hagen Wagner, Mirko Becker und in diesem Jahr Tim Lange. Das Können seiner Judoka ist landesweit bekannt und so wurde Raya Borrmann 2015 als Fremdstarter für die Vereinsmannschaftmeisterschaft U15w vom 1.JC Mönchengladbach eingeladen, mit der sie Westdeutscher Meister wurde.

Uwe Laakmann‘s Engagement bei verschiedenen Vereinen hat den Judosport im Judo Kreis Kleve mitgeprägt. Von 1985 bis 1996 war er Trainer bei Samurai Goch und von 1997 bis 2005 Trainer bei Roter Drache Kleve. 2006 gründete er mit Weggefährten den Judoverein Senshu-Hau. Im letzten Jahr feierte der Verein sein 10-jähriges Bestehen. Im Rückblick kann man sagen, dass auch dieser Verein eine Erfolgsstory ist. Der Verein ist in der Gemeinde Bedburg-Hau, mit ca. 55 Mitgliedern, eine feste Größe geworden. Jedes Jahr werden vom Bürgermeister der Gemeinde Bedburg-Hau erfolgreiche Judoka von Senshu-Hau ausgezeichnet.


Uwe Laakmann hat aber nicht nur Augen für seinen Verein, sondern hilft auch anderen Vereinen. So ist er Mitbegründer, Ratgeber und war 2.Vorsitzender des 2014 neu gegründeten Judoverein BG Senshu-Emmerich. Ohne Uwe‘s Engagement würde es in Emmerich kein Judo mehr geben. Im Judo Kreis Kleve und weit darüber hinaus besitzt Uwe Laakmann ein hohes Ansehen. Bei vielen Turnieren steht er oft mit Rat und Tat zur Seite. Uwe‘s Markenzeichen ist die laute Stimme. Oft sehen seine Schützlinge ihn nicht, aber hören genau was er ruft.

Im April 2015 bekam er vom NWJV die Ehrennadel in Bronze verliehen.
Uwe steht heute immer noch dreimal in der Woche auf der Matte, obwohl es ihm mit den Knien immer schwerer fällt. Besonders das Kindertraining liegt ihm sehr am Herzen. Dabei achtet Uwe Laakman auf alle Feinheiten. „Wenn wir Judo beibringen, dann aber richtig!“, ist sein Anspruch an das Training. ‚Wischiwaschi‘ ist nicht sein Ding. Der ganze Werdegang von Uwe Laakmann sucht im Judo Kreis Kleve seines Gleichen.

 

Text und Fotos: Kreis Kleve

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Verleihung